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Eine eigene Strategie entwickeln

Immer wieder hört man, dass es wenig Sinn macht die erfolgreiche Strategie eines Profi-Traders zu kopieren um selbst erfolgreich zu traden. Sondern dass jeder Trader seine eigene, persönliche Strategie entwickeln müsse.

Aufgrund eigener Erfahrungen kann ich diese Aussage nur bestätigen. Auch ich habe zunächst mit wenig Erfolg die aus Büchern und Webinaren übernommenen Strategien versucht zu traden. Aber letztendlich musste ich feststellen, der Teufel steckt wie immer im Detail. Das sind technische Details aber auch die eigene Psyche und Mentalität.

Grundsätzlich empfand ich das Testen von Strategien schon interessant und lehrreich. So konnte ich feststellen, was liegt mir, was nicht - was funktioniert bei mir, was nicht. Dadurch kristallisierte sich mein favorisierter Tradingstil heraus, der am meisten meiner Mentalität entsprach, nämlich das Traden von Bewegungen und Ausbrüchen nach der Markttechnik mit Hilfe der Heikin Ashi Kerzen als trendfolgender Indikator.

Doch dann kommen wir zu den Details. Mit welchen Positionsgrößen starte ich meine Trades? Wo setze ich den Stop-Loss? Hier kommt die Psyche ins Spiel. Jetzt mag der Einwand kommen, Positionsgröße und Stop-Loss legt man doch gemäß Risiko- und Money-Management rein mathematisch fest. Nein, nicht nur. Mir war wichtiger, bei welchen Positionsgrößen fühle ich mich wohl und welche Verluste kann ich psychologisch verkraften.

Kleinere Positionen sind emotional leichter zu eröffnen, bringen aber auch nur kleinere Gewinne. Hier hilft das Pyramidisieren, also das Eröffnen einer weiteren Position (oder mehrerer) sobald der Trade sich in die gewünschte Richtung entwickelt. Ein weiterer Vorteil des Pyramidisierens ist es, eine Position schließen zu können um die angelaufenen Gewinne mitzunehmen und mit der anderen Position zu versuchen, weitere Gewinne abzuschöpfen.

Die Wahl der Orderart hat auch einen Anteil am Erfolg. Zumindest war das bei meinem zweiten Broker so, der selbst als Market Maker agierte. Zwar klappte es manchmal mit einer Market-Order in einen Ausbruch oder in eine Bewegung einzusteigen, aber sehr häufig büßte ich durch ein katastrophales Slippage viele, viele Pips Gewinn ein. Wesentlich besser performte ich mit Stop-Entries, die ich dort platzierte wo ich in einen möglichen Ausbruch einsteigen wollte. Manchmal auch über eine OCO-Order in beide Richtungen, wenn der Kurs z.B. in eine Dreiecksformation hineinlief, man den kommenden Ausbruch regelrecht spürte aber partout nicht wusste auf welcher Seite.

Wie schon an anderer Stelle berichtet, setze ich kaum noch Indikatoren ein. Von Oszillatoren wie MACD und Stochastic bin ich total weg. Momentan halte ich immer noch an den Bollinger Bändern fest, teste aber auch den Donchian Channel sowie den Parabolic SAR, letzteren allerdings zur Verwendung als Trailing Stop. Also wie du siehst, befinde ich mich in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess, der möglicherweise nie endet.

Weiterlesen unter Trefferquote erhöhen.

HA BB DC Strategie