Ehrliche und authentische Informationen rund ums Daytrading

Indikatoren

Eine unglaublich große Anzahl von Indikatoren unterstützt uns bei der technischen Chartanalyse und der Identifizierung von Kauf- oder Verkaufssignalen. So kennen wir vor allem Trendfolgeindikatoren, Momentumindikatoren, Volatilitätsindikatoren und Oszillatoren, die fast alle aus den vorliegenden Kursdaten berechnet werden.

Auch ich habe hier viele Indikatoren ausprobiert und beim Traden getestet. Begonnen habe ich mit einem EMA(8) und EMA(14), dann aber noch den EMA(200) mit dazu genommen, um die übergeordnete Trendrichtung im Blick zu haben. Schon bald folgte als weiterer Indikator der MACD in seinen Standardeinstellungen, um auch ein Auge auf das Momentum zu haben. Besonders zu schätzen gelernt habe ich die Bollinger Bänder (BB), dafür die EMAs aus meinen Charts herausgenommen. Mit dem ATR kam ich nicht wirklich klar, aber die Volatilität ist ja auch in den BB und der Kerzenlänge ersichtlich.

Die BB verwendete ich lange mit einer 200er Periode und 3-facher Standardabweichung. Die lieferten in dieser Einstellung relativ wenige aber dafür recht zuverlässige Signale und waren mehr die ruhige Komponente in meinen Charts. Inzwischen habe ich meine BB auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt. An die zusätzliche Hektik musste ich mich erst gewöhnen. Aber ich meine, nur so bringen die BB die nötigen Informationen, die ein Daytrader braucht.

Ach ja, und statt normaler Kerzen-Charts verwende ich die Heikin Ashi Kerzen, die sind ja eigentlich ein trendfolgender Indikator und bringen ein wenig Ruhe in das ständige hin und her. Für eine Weile setzte ich in Ergänzung zum MACD noch den Slow Stochastik Oszillator ein, der gegenüber dem MACD schneller Trendwechsel anzeigt aber auch zu häufigeren Fehlsignalen führt.

Auf einer meiner Chartvorlagen habe ich mal testweise mit dem Parabolic SAR und dem ADX getradet. Mit dem Trendfolgeindikator Parabolic SAR kann man wunderbar Trendrichtung und Trendumkehr identifizieren und mit dem ADX (Average Directional Index) die Trendstärke messen. Dennoch gab ich diese beiden Indikatoren auf, da man sich statt auf die Kerzen zu stark auf die beiden Indikatoren konzentriert und sich zu sehr darauf verlässt.

Wer sich mit den einzelnen Indikatoren ausführlicher beschäftigen möchte, findet beim GodmodeTrader eine Vielzahl an interessanten Studien dazu. Mein Tipp, die Suche über Google mit dem Zusatz „site:www.godmode-trader.de“.

Da ich die Charts inzwischen markttechnisch nach zu erwartenden Bewegungen beobachte, verlieren die Indikatoren bei meinem Trading immer mehr an Bedeutung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich beim Traden zu sehr auf die Indikatoren konzentrierte und verlassen habe – was häufig zu Verlusttrades führte. Letztlich zeigen Indikatoren zeitlich verzögert nur das, was die Kerzen bereits vorgeben. Mit Ausnahme der Bollinger Bänder, die ich nach wie vor als ganz nützlich betrachte und natürlich den Pivot-Punkten als wichtige Unterstützungs- und Widerstandsbereiche.

Weiterlesen unter Wissen im Internet.