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Futures – das Handelsinstrument der Profis

Futures sind börsengehandelte Terminkontrakte. Die nicht börsengehandelte Form bezeichnet man als Forward. Da Futures einen geringen Kapitaleinsatz erfordern und sie die geringsten Gebühren und Spreads haben, sind sie ein besonders attraktives Finanzinstrument für Trader. Darüber hinaus sind Futures einfach zu verstehen und bieten eine Vielzahl verschiedener Basiswerte (engl. Underlying).

Mit Futures kannst du sowohl auf steigende wie auch auf fallende Kurse spekulieren, also eine Long- (Kauf) oder Shortposition (Leerverkauf) eröffnen. Bei Abschluss eines Futures muss eine Sicherheitsleistung – die Margin – gezahlt werden. Da somit nur ein Teil des Handelsvolumens als Kapitaleinsatz nötig ist, spricht man von einem Hebelinstrument. Wie stark der Hebel (engl. Leverage) bei einem bestimmten Futures ist, wird von der jeweiligen Börse bestimmt, an der dieser gehandelt wird. Als Formel für den Hebel gilt: Kontraktwert zum Kaufzeitpunkt dividiert durch den Betrag, der notwendig ist, um eine Future-Position zu erwerben.

Hier einige Beispiele (Stand: Jan. 2018):

Futures Kürzel Margin Intraday Margin Overnight Kontraktwert
Dax FDAX 10.025 € / Kontrakt 22.785 € / Kontrakt 25 EUR / Punkt
Mini-DAX FDXM 2.000 € / Kontrakt 4.500 € / Kontrakt 5 EUR / Punkt
Euro Stoxx 50 FESX 1.100 € / Kontrakt 2.500 € / Kontrakt 10 EUR / Punkt
Euro-Bund FGBL 1.150 € / Kontrakt 2.500 € / Kontrakt 100.000 EUR
Euro-Bobl FGBM 450 € / Kontrakt 1.050 € / Kontrakt 100.000 EUR
Euro-Schatz FGBS 100 € / Kontrakt 225 € / Kontrakt 100.000 EUR

Der Wert eines Punktes ist beim FDAX auf 25 EUR und beim Mini-DAX Future auf 5 EUR festgelegt. Um den Nominalwert (das Handelsvolumen) des Kontraktes zu berechnen, musst du den aktuellen Stand des Index mit 25 (bzw. 5) multiplizieren. Um den FDAX zu handeln, sollte ein Trader 25.000 - 50.000 EUR auf seinem Konto zur Verfügung haben, beim Mini-DAX Future sind bereits 5.000 - 10.000 EUR ausreichend.

Um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sollte jeder Trader „First Notice Day“ und „Last Trading Day“ beachten. First Notice Day ist der erste Tag, an dem Käufer eines Futures informiert werden, dass sie für die Lieferung eines Basiswertes vorgemerkt wurden. Last Trading Day ist der letzte Tag an dem ein Futureskontrakt gehandelt werden kann. Alle Kontrakte, die nicht vor Ende des Last Trading Days geschlossen wurden, sind durch Lieferung des physischen Gutes oder in Cash fällig. Deshalb sollten Trader ihre Kontakte bis spätestens zwei Handelstage vor dem First Notice Day schließen. Nichtbeachtung könnte zu hohen Ausgleichszahlungen führen.

Weiterlesen unter Chart-Analyse.

Slippage

Eine Market- oder Stop-Order kann im Moment einer starken Preisbewegung zu einem schlechteren Kurs als eingestellt ausgeführt werden. Dies bedeutet, dass es eine Differenz zwischen Ausführungspreis und Wunschpreis gibt. Die Differenz wird Slippage genannt.